Erzählung: 'Er wollte mich zwingen, ihn zu lieben'

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Er wollte mich zwingen, ihn zu lieben
Er wollte mich zwingen, ihn zu lieben.
Er wollte nur, dass ich ihm gehörte.

Doch, ach weh, mein Herz, es konnte ihm nicht gehören, konnte es niemals. Er hatte es gebrochen, und es hatte sich verändert, hatte lauter Wunden. Und er glaubte es nicht, wollte dem Herzen eine Last aufzwingen. Er drängte und drängte, dass mein Herz zersprang, zersplitterte. Lauter, scharfkantige Scherben waren es, die übrig blieben, die sich weiter in den Körper drückten und ihn verletzten.

Ich beschimpfte ihn. Es stieß mich von ihm weg, stieß mich fort, fort in den Nebel, in diesen undurchdringbaren. Keine Sterne waren am Horizont, nein, sie waren alle geflohen, da er mich hatte zwingen wollen, ihn zu lieben.

Er stand vor mir, ganz klar, und rief nach mir, rief und rief, aber ich antwortete nicht, konnte es nicht und wollte es nicht, denn, ach weh, hatte er mich nicht zwingen wollen, ihn zu lieben?

Dann kam er, holte mich, in den Träumen, in der Realität. Er stürzte sich von den Klippen, denn ich hatte ihm nicht mein Herz geben wollen.
Hatte er sich nicht selbst zerstört, da er mir sein Herz geschenkt hatte?

Er zwang mich zu sich. Ich wollte ihm Liebe geben, doch durfte nicht, denn hatte ich ihm nicht schon einmal mein Herz geschenkt und es verloren?

Hatte er mich nicht gezwungen, ihn zu lieben, und hatte er nicht dadurch mein Herz ganz von sich gestoßen?

Er wollte nur, dass ich ihm gehörte, er wollte nur sein Glück.
Wie jeder andere Mensch.

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