Erzählung: 'Menschen sind keine Helden'

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Menschen sind keine Helden
Wer sei es denn, wessen Helm hänge denn dort, fragte sie leise, schüchtern. Ob er ein Ehrbarer sei. Ob er ein grosser Held sei.
Ach, du Sanfte, wie kann denn ein Mann ein Held sein? Wir sind Menschen.
Ist er es? Ist er ein Held?
Du Verlorene, du denkst, er sei es, er sei dieser eine, doch ist er kein Held, er ist ein Mensch.
Sie senkte den Blick, traurig , verloren: Darf er denn kein Held sein? Darf er denn kein Held für mich sein?
Nein, er ist ein Mann, antwortete man ihr, ein Mann. Menschen sind keine Helden. Bringen sie doch alle den Tod und sind furchtbare Tiere mit Wut und Hass aufeinander. Zerstörung richten sie an, bringen sie ins Haus, zu uns. In dein Herz. Spürst du sie denn nicht? Diese Verzweiflung, diese Stiche? Das sind keine Helden, das sind Menschen. Sie zerstören. Sie brechen dir das Herz. Und er. Er bricht es am besten. Er entzweit es, entzweit es mit Gewalt, mit Erfolg.

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