Erzählung: Am Ende aller Dinge

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Am Ende aller Dinge
Am Ende aller Dinge standen, saßen sie. Die Herzen mit Furcht gefüllt, doch auch mit dem Wissen, dass es geschafft war.
Dreizehn Monate.
Der eine lehnte den Kopf gegen den Stein, sprach, nun sähen sie ihre Heimat doch nicht, sondern endeten hier, auf dem Berg.
Dies war der einzige Ort, den sie zu meiden sich gewünscht hatten, doch war es auch der einzige Ort, an den sie seit Monaten zu gelangen versucht hatten.
Der andere erzählte, jetzt höre er wieder den Fluss, der rausche, das Gras, wie es sich unter den nackten Füßen anfühle.
Als der eine zu weinen begann, er hätte sie gerne noch einmal gesehen, und, erzählte er, wenn ich eine geheiratet hätte, dann wäre sie es gewesen, packte der andere seine Hand, drückte sie.
Beide legten die Köpfe auf den heißen Stein, versuchten der Hoffnungslosigkeit, dem Unausweichlichen nicht zu entfliehen. Vorbei, sagten sie, vorbei. Da erhellte sich der Himmel auf einer Seite, erstreckte sich das Licht langsam über die ganze Welt wieder aus, berührten die Strahlen zögernd die beiden Verlorenen. Adler flogen heran, stützten sich für einen Moment mit einem Bein auf den Stein, um die Überlebenden aufzunehmen. Dann schwangen sie sich in die Lüfte, zwischen den Krallen die beiden Freunde, die bis an das Ende aller Dinge gegangen waren, um die Welt zu retten.


In Anlehnung an das Ende des 'Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs' von J.R.R Tolkien. Die Thematik in dieser Szene finde ich unglaublich überwältigend, nachdenklich.
!Die Idee entstammte nicht meiner Feder! Ich habe mir lediglich erlaubt, diese Szene des Films einzufangen, diesen Moment, den ich mit meinen eigenen Worten wiedergeben wollte!

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