Rezension: Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick

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Rezension:
DIE STATISTISCHE WAHRSCHEINLICHKEIT VON LIEBE AUF DEN ERSTEN BLICK
SMITH, Jennifer E.

 Buchzusammenfassung

Hadley soll nach England fliegen, um dort auf der zweiten Hochzeit ihres Vaters aufzutauchen. Doch sie verpasst ihren Flug. Dann sitzt sie auf dem New Yorker Flughafen fest, begegnet dort dem Jungen Oliver, in den sie sich auf den ersten Blick verliebt. Durch Zufall sitzt sie beim nächsten Flug neben ihm im Flugzeug und nun bleiben ihr nur ein paar Stunden, um sein Herz zu gewinnen...

Der Umschlag des Buches

Der Umschlag ist ziemlich kitschig, aber durch das Rosa ein Blickfang. Ich finde ihn nicht schön, nicht atemberaubend, aber nett anzusehen. 

Der Schreibstil

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, bringt die Gefühle sehr gut herüber, sodass man mitleidet, mitgenommen ist von dieser Geschichte, die rosarote Herrlichkeit versprüht und doch von traurigen Erlebnissen berichtet. Vieles wird beschrieben, aber durch den Schreibstil kommt es einem nicht als zu viel vor. Man ist vom Schreibstil gefangen, der einen zum Träumen einlädt.

Der Inhalt

Ist auch nicht so viel Spannung im Roman enthalten, stört das den Lesefluss doch nicht. Ich las das Buch gerne, las es in einem Rutsch, da die Gefühle und Beschreibungen alles tragen. 
Man findet schnell in die Geschichte hinein, trifft schon am Anfang auf Oliver, sodass die romantische Beziehung, die schon seit dem ersten Blick entsteht, einlädt. Man hat die Geschichte vor Augen, und sie ist wirklich süß, denn durch all die kleinen Berührungen, kleinen Sätze, merkt man sofort, dass Hadley und Oliver bereits zusammengehören. Die Liebe streckt zart ihre Flügelchen aus, entfaltet Zerbrechlichkeit und Hoffnung, Freude, ebenso wie eigene Wünsche, doch auch so eine Verliebtheit zu spüren, eine solche Verbindung.
Der Roman ist bittersüß: Einerseits bitter, da ein Unterton der Traurigkeit sich durch das ganze Werk zieht, andererseits süß, weil die Geschichte unglaublich sanft, zärtlich ist.
Hadley und Oliver passen zueinander, von Anfang an berühren sie sich. Die Stimmung könnte man wohl mit dem Worte Harmonie beschreiben.
Obwohl man meinen könnte, die Geschichte habe keinen Tiefgang, empfand ich es nicht so. Durch die Melancholie greift man tiefer in die Gefühle der Protagonisten, verbindet sich einfacher mit ihnen, da sie ebenfalls Schicksalsschläge erleben. Doch dies alles könnte nun auch wieder falsch aufgenommen werden. Man könnte ja meinen, dass die Autorin nicht wollte, dass man dächte, es handele sich um eine kitschige Liebesgeschichte ohne Tiefgang, und daher habe sie nun eine etwas traurige Vergangenheit eingebaut, um von dem Kitschigen, dem fehlenden Tiefgang abzulenken. Doch dies empfand ich nicht so, da die Emotionen doch sehr ansprechend, sehr hautnah beschrieben werden, sodass man sich an manchen Stellen fragt, ob es sich nicht ein wenig um die Gefühle der Autorin handelt.

Persönlich fand ich nicht, dass dieser Roman kitschig ist - diese Liebesgeschichte erschien mir wunderschön, einfach zart.

Die Charaktere

Oliver ist nicht der typische Bad Boy, in den sich jeder verliebt, so wie Hadley einem auch nicht unbedingt sympathisch ist. Während Oliver in seiner witzigen, anderen Art mein Gefallen auf Anhieb gewann, gab es bei Hadley kritische Momente (z.B. dass sie vor allem Angst hat, was mir ziemlich albern vorkam), in denen ich ihr am liebsten eine gescheuert hätte - um es brutal auszudrücken. Dennoch gewann Hadley mein Herz für sich, sodass der Roman umso mehr Spaß macht. Die Portagonisten haben ihre eigenen Ängste, ihre Gefühle, die auch den Leser erreichen. Keiner ist zu blass geraten, selbst die Nebenfiguren nicht. 

Das Ende

Das Buch endet romantisch und gut, alle Probleme sind gelöst, geregelt. 
Ich war ein wenig traurig, als der Roman endete, da ich ihn wirklich sehr mochte, gerne mehr über Hadley und Oliver erfahren hätte. Man wird nicht abrupt zurück in die Wirklichkeit katapultiert, sondern ruhig entlassen. 

Der erste Satz

'Es hätte auch alles ganz anders kommen können.'

Jennifer E. Smith, 'Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick'
Seite 7, Zeile 1.
CARLSEN Verlag

Hier der Link zu der Verlagsseite.

Fazit

Eine wunderschöne, sanfte Liebesgeschichte, in der ebenfalls Traurigkeit vorhanden ist. 

4,5/5

Titel: Die statistische wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick
Autor(in): Jennifer E. Smith
Verlag: CARLSEN                                                    Preis:(Hardcover) circa 17Euro

Kommentare :

  1. Wie immer eine sehr schöne Rezenion - mir gefällt dein Schreibstil sehr :).
    Mit dem Buch ging es mir genau wie dir: Die Geschichte fand ich erstaunlich tiefgründig und es ist schön, dass es nicht nur um die Liebesgeschichte ging. Und Oliver ist wahnsinnig sympathisch ♥ (Hadley eher nicht so...).

    Freut mich, dass es dir auch gefallen hat =).
    Liebe Grüße
    Charlie

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  2. Danke. :D

    Ja, Oliver ist wirklich toll... *schwärm*

    Ich hoffe, die Autorin schreibt noch mehr solcher Romane. Sie hat ein Händchen dafür, das alles nicht lächerlich erscheinen zu lassen...

    Liebe Grüße,
    Pie.

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  3. Das Buch war echt toll und Oliver scheint mir echt ein toller Typ zu sein ;)

    LG
    _______________________________________

    http://baddicted.blogspot.de/

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    1. Wenn es in der Wirklichkeit solche Jungs bloß auch gleich um die Ecke gäbe...! :D

      Liebe Grüße,
      Pie Rath.

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