Rezension: Legend-Fallender Himmel/Marie Lu

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Rezension:
LEGEND - FALLENDER HIMMEL
LU, Marie

Anmerkung: Ja, ich setze mich auch an die Rezension über ein in der Buchbloggerwelt sehr berühmtes Buch. Bei solchen Büchern werfe ich meistens einen noch kritischeren Blick, um zu sehen, ob es denn dem ganzen Aufsehen gerecht wird.


Buchzusammenfassung

Hier benutze ich den Klappentext, da ich ihn sehr gelungen finde:

'Ich werde dich finden. Ich werde die Straßen von Los Angeles nach dir durchkämmen. Jede Straße der Repulik, wenn es sein muss. Ich werde dich in die Irre führen, überlisten, ich werde lügen, betrügen und stehlen, um dich zu finden, dich aus deinem Versteck locken und dich jagen, bis es keinen Ort mehr gibt, an den du fliehen kannst. Das verspreche ich dir: Dein Leben gehört mir.

Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende!'

Copyright gehört dem Loewe Verlag.


Der Umschlag des Buches

Das Cover besticht durch seine Schlichtheit, die aussagekräftigen Farben. Das Zusammenspiel, die Konstellation der Schriftzeichen, der Symbole harmonieren. Ein Blickfang!

Der Schreibstil

Der Schreibstil scheint zu Anfang recht durchschnittlich, nicht außergewöhnlich, doch nach und nach verliert sich die Normalität, entsteht etwas Eigenes, ohne besonders aufzufallen. 
Der Schreibstil unterhält, kann ebenso anschaulich wie gefühlvoll schreiben, wobei an manchen 'gefühlvollen' Stellen doch ein wenig die Lieblosigkeit herrscht, als wüsste die Autorin (noch) nicht, wie die Traurigkeit herüberzubringen sei. Alles in allem findet sich die Autorin jedoch in der Geschichte wider, unterschreibt mit ihrer eigenen Art des Schreibens.

Der Inhalt

Der Roman besitzt keine langatmigen Stellen, sondern entsendet Spannung, wie Neugier, die zum Weiterlesen antreibt. Die Geschichte ist mit eigenen, originellen Ideen versetzt. Hier kündet sich eine Dystopie in seiner ganzen Form, mit all seinen Kritiken, seinen Voraussichten, an!
Wie ich bereits erwähnte, begriff ich die Gefühle nicht ganz, konnte sie nicht verspüren, obwohl es traurige, wie glückliche Momente gab. Erst zum Ende hin trat die Tragik viel deutlicher hervor, packte auch mich, rührte jedoch nur leicht zu Tränen. Das wird sich wahrscheinlich mit den Folgebänden weiterentwickeln. Schließlich ist dies ein Debüt, also noch ausbaufähig.
Die Liebe zwischen June und Day entstand für meinen Geschmack jedoch viel zu plötzlich. Man begleitet sie viel zu wenig, während sie zusammen die Tage verbringen. Daher sind die romantischen Stellen nicht so romantisch. Und von denen gibt es auch etwas weniger als erwartet. Jedoch unterhält das Buch trotz allem.

Die Charaktere

Ja, June hat mir wirklich Schwierigkeiten gemacht. Bis ungefähr zur Mitte des Buches empfand ich sie als eine unsympathische Person: Was vor allem an ihrer Sicht über die Armen liegt. Einerseits ist sie durch ihre hohe Intelligenz nicht überheblich, gibt nicht an. Jedoch denkt sie, die Armen seien 'Schmarotzer'. Und in ihrer Intelligenz schien sie mir auch oft sehr, sehr dumm: Das kritische Denken ist wohl nicht ihre Stärke. Dass sie erst sehr spät endlich ein wenig nachdenkt, ließ mich an ihrer schlauen Person zweifeln. Als sie dann endlich etwas begreift, gestaltete sich mein Zusammenleben mit ihr wieder angenehmer. *Spoiler* Und dass sie Day verrät, verzeiht man ihr somit schneller.  *Spoiler Ende*
Day dagegen besitzt meine ganze Sympathie, obwohl er manchmal dumme Entscheidungen fällt, die ihn jedoch nicht dümmlich herüberkommen lassen, noch nervend, sondern menschlich. Beide sind gegensätzlich, besitzen ihre eigenen Charakterzüge. Nur June entwickelt sich ein wenig weiter (zu ihrem Glück!), Day ist sofort ein Liebling.
All die anderen Charaktere sind ebenfalls mit verschiedenen Zügen ausgestattet, haben Besonderheiten, die sie auszeichnen, und Schwächen. Es gibt auf der Seite der 'Bösen' unsympathische Personen, aber auch sympathische, was ich sehr schön fand. Sind wir doch alle nicht nur schwarz und weiß. 

Der wundervolle 'Was wäre, wenn...' Satz

'Wenn Metias und Day sich an einem anderen Ort als in dieser Gasse hinter dem Krankenhaus begegnet wären, wären sie dann vielleicht zu Verbündeten geworden?'

Zeile 15-17, Seite 300;
'Legend Fallender Himmel', Marie Lu
Loewe Verlag

Hier der Link zur Verlagsseite.

Das Ende

...ist kein Cliffhanger, wofür ich sehr froh bin.
Es endet mit Spannung, atemlos. Ein wenig traurig, aber auch gut.

Und jetzt beginnt der wirkliche Kampf!

Fazit

Die Geschichte erfüllte für mich wichtige Kriterien, verdient seinen Ruhm, wird ihm gerecht, ist jedoch nicht mein Lieblingsbuch. Es erfüllt wichtige Dystopie-Punkte, bringt Charaktere hervor, die vielfältig sind, wartet mit Spannung und eigenen Ideen auf.

4,5/5

Titel: 'Legend - Fallender Himmel'
Autor(in): Lu, Marie
Verlag: Loewe                                                       Preis: circa 18Euro

Kommentare :

  1. Hey :)
    Da bin ich ja auch auf einen Bücherwurm wie mich gestossen^^ Dein Blog ist echt toll gemacht und gefällt mir super!! (Wie bist du auf den Leuchter gestossen, also wie macht man so was?) Voll schade hast du erst sechs Leser, aber jetzt sind es schon mal sieben und ich werde dich auf meiner Seite im Laufe der Tage auch mal noch erwähnen, denn du schreibst super und für alle, die Bücher auch lieben ist dies sicher eine gute Seite um neue zu entdecken ;)
    Liebste Grüsse
    Flame

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  2. Oh, danke! :D

    (Für den Leuchter: Kopiere diesen Link und füge ihn in die Suchleiste ein (die Suchleiste, auf der man dann sofort zur Seite gelangt...)http://www.google.be/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&ved=0CDEQFjAA&url=http%3A%2F%2Fblogamation.com%2F&ei=V5htUZfPEuev0QXN5YHwDA&usg=AFQjCNGTZlfsBgCttBFgh-MruGgvwUap0g&sig2=ChOnwFzl6LF6XlIn3ysz4w und dann hast du eine Auswahl zwischen mehreren Dingen in der Art des Kronleuchters. Erklärungen zum Wie werden auf der Seite erklärt.)

    Und noch einmal danke! :D

    Liebe Grüße,
    Pie Rath.

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