2. Lesestadium: Das verbotene Eden - Logan und Gwen/Thomas Thiemeyer

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2. Lesestadium:

Das verbotene Eden  Logan und Gwen       Thomas Thiemeyer

Thiemeyer verarbeitet seine Dystopie geschickt: So ist die eigentliche Handlung (nämlich der Kampf Mann gegen Frau) eingewoben in eine spannende, ansprechende Liebesgeschichte.
Die Handlungen greifen ungezwungen ineinander ein, jede Figur findet seinen Platz.

Es gibt kein Böse oder Gut, beide Geschlechter begehen Fehler, sind voller Vorurteile, sehen nicht über ihren Hass hinweg, denken somit nicht nach, doch ist all das Unrecht, das getan wird, das geschieht, von beiden Seiten aus, gemein und schrecklich.
Die Männer töten, sowie die Frauen, die ohne viel Federlesens den Männern und den eigenen Frauen, die als Verräterinnen beschimpft werden und doch nur Gutes im Sinne haben, den Garaus machen. Und so gibt es doch auch Gnade, Liebe, und das Gute auf der Welt ist nicht ganz ausgelöscht. Die Handlungen der Personen wird hinterfragt, es scheint, alle Handlungen haben mit der Psychologie zu tun, und, ja, hier muss nachgedacht werden.
Diese Dystopie ist nicht bloß ein Unterhaltungs-, nein, kein einfacher Trivialroman, sondern ein komplexes, von vielen Gedanken und Gefühlen durchzogenes Werk.

Doch wird all dies durch die Protagonisten ein wenig erleichtert, enthält das Buch auch Szenen, die schmunzeln lassen, zwar wenige, doch trotz allem auflockernde. Obwohl der Roman brutale Stellen enthält, werden diese erst in manchen Moment unglaublich sichtbar, wird all das Grausame erst dann richtig spürbar.

Das Zusammentreffen von Gwen und Logan nähert sich, langsam, langsam, Schritt für Schritt, dann werden sie aufeinanderprallen.

Ein wenig ist es schon schade, dass beide sich ungefähr Mitte des Buches treffen, doch hat dies auch eine gute Seite: So wird sich nämlich erst auf die Charaktere konzentriert, folgt man der Handlung, dem Streit und Krieg zwischen Mann und Frau.



Jetzt bin ich an einer sehr actionreichen, sogar ein wenig unheimlichen Stelle angelangt und kann mich fast gar nicht vom Weiterlesen abbringen, um dies hier zu schreiben.

Die Geschichte nimmt jetzt Fahrt an, man überschlägt sich beinahe beim Lesen, denn so wundervoll ergreifend wird geschrieben, so wundervoll altmodisch und neu zugleich. Es wird Umgangssprache während des Redens benutzt und bei den Landschaftsbeschreibungen stößt man auf beinah' verschollene Begriffe. Diese Mischung ist recht verwirrend, doch auch faszinierend. Altes wird mit Neuem verbunden, vermischt.

Dieses Stadium verdient wahrlich 3/3 Punkte!

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