Erzählung: Da sprach sie wirres Zeug

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Da sprach sie wirres Zeug
Eines Tages, da fiel sie. Sie, sie, die früher ging. Und der alte Mann fand sie, auf dem Boden, so bewusstlos. Er hob sie hoch, die Beine, die Beine, die nicht mehr gehen konnten, er hob sie mit diesen kraftlosen Beinen hoch. Er legte sie auf das Sofa, rief die Polizei an, verzweifelte. Sie wurde fortgebracht, in ein Krankenhaus. Und er telefonierte, sagte, sie sei gefallen und er allein, da weinte er, weinte er, der Mann, den ich nie weinen sah.

Irgendwann besuchte ich sie dann, im Krankenhaus, dort, wo man sie verarztete oder sie alle starben.

Sie lag im Bett, starrte weg, starrte fort. Sie redete nicht, und wenn sie redete, dann war es Unfug, und ich weinte, wie man mich nie weinen sah. Sie war fort, in die Vergangenheit, sie sah mein Gesicht, doch kannte mich nicht, nicht länger. Sie blieb so, fragte, was denn nur sei, und ich sagte, ich weinte, ich sagte, sie sei ganz durcheinander. Da starrte sie wieder verständnislos und weg.

Gegenüber saß die Kleinere, betrachtete mich und sie weinte ebenfalls, wie ich sie nie weinen sah.

Und der Sohn stand dort, und sie kannte sein Gesicht, doch ihn nicht mehr.

Sie sprach von Rocher, von Erwin, doch der welche, der gestorbene, derjenige, der in Großbritannien starb, oder der Sohn, der Sohn?

Hierbei hörte ich Les choristes - Vois sur ton chemin, Les choristes-caresse sur l'océan und Harry Potter 4 - Cedric's Death.

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