Rezension: Im Totengarten/Kate Rhodes

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Rezension:
IM TOTENGARTEN
RHODES, Kate


(Quelle)

Buchzusammenfassung

Alice Quentin ist eine erfolgreiche Psychologin, die der Londoner Polizei bei einem brisanten Fall zur Hand geht.
Die Suche wird brenzlig, Alice gerät in Lebensgefahr, nun hat der Mörder, der junge Frauen brutal tötet, ebenfalls ein Auge auf Alice geworfen...


Der Umschlag des Buches

Obwohl das Cover schön gruselig, thrillermäßig ist, kann ich absolut nicht nachvollziehen, weswegen man die Libelle auf das Cover gepampt hat. Absolut bedeutungslos ist sie. 
Wo bleibt, bitteschön, da der Zusammenhang mit der Geschichte?


Der Schreibstil

Der Wortschatz ist nicht schwer, nicht zu anspruchsvoll, aber auch nicht zu einfach. Schön bildlich wird alles beschrieben, mit vielen verschiedenen, abwechslungsreichen Beispielen.

 Der Inhalt

Die Geschichte ist zäh, geht gar nicht voran. Die Handlung offenbart nicht viel Neues, nicht viel Abwechslungsreiches. Und wenn etwas geschieht, ja dann wird es gründlich bereits im Klappentext verraten. Dadurch werden alle Überraschungen vorweggenommen, bleibt die Handlung beinah' ereignislos. 
Dennoch schlug ich die Seiten recht schnell um, merkte das Umblättern gar nicht. Dieser recht an Begebenheiten arme Roman kann mit der Suche punkten, die vielleicht nicht ganz originell ist, aber durch das Rätselhafte dem Roman ein wenig Ansehen meinerseits zu retten weiß, neugierig macht.
Obwohl die Krimigeschichte ansprechend, genügend mysteriös ist, kommt man mit ihr nicht weiter, erhofft sich endlich eine Auflösung. Das ganze hätte schneller abgefasst werden können.
Ebenfalls werden falsche Erwartungen durch den Klappentext genährt sowie zu viel durch diesen verraten. 'Pulsbeschleunigend' (wie es auf der Rückseite des Thrillers steht) ist das Buch meiner Ansicht nämlich nicht.
Die Auflösung der Morde ist schlüssig, war mir aber einen Tick zu einfach, zu schlicht.
So wird das Ende ziemlich schnell abgeschlossen, wartet jedoch mit sehr viel Spannung auf.

Schön düster und finster ist der Thriller aber allemal!

Die Charaktere

Des Öfteren habe ich mich über Alice geärgert, konnte mich nicht in sie hineinversetzen. Zu undefiniert, zu unbeschrieben blieb sie mir. Außerdem ging sie mir stellenweise ziemlich auf die Nerven. Spoiler Sie achtet als Psychologin nicht auf die Worte ihres Bruders, obwohl diese wichtig sind. Spoiler Ebenfalls half das ständige 'Sie schnauzte ihn/sie an' keineswegs, sondern ließ mich bloß die Augen verdrehen.
Und andererseits gibt es eine Szene, die mich ungläubig zurückgelassen hat: Nachdem sie Schmerz sieht, schläft sie einfach ruhig, döst weg?!

Welche Rolle Alice in dem Fall spielt, blieb mir die ganze Zeit ein Rätsel, denn sie scheint eigentlich keine großen Verbindungen zu dem Mörder zu haben. Dass dieser es ausgerechnet auf sie abgesehen hat, greift ein wenig hoch, bleibt zu blass, wird jedoch am Ende zur Genüge, befriedigend erklärt, dass ich dies akzeptieren kann, wenn nicht ein wenig augenrollend, da die Auflösung doch recht einfach, voraussichtlich gestrickt ist.

Als sehr gute Psychologin, wie sie beschrieben wird, kam sie mir nicht vor. Zu wenig wird, meiner Meinung nach, auf sie eingegangen.
Ich kann an dieser Stelle bloß sagen: Teilweise unsympathisch war mir die Protagonistin, auch zu kühl.

Fazit

Für ein einstweiliges Vergnügen eignet sich das Buch sicherlich, kann aber stellenweise durch eine unsympathische Protagonistin, eine sich schleppende, ereignislose Suche nach der Wahrheit den Lesespaß behindern.
Einfach gebaut ist das Fundament, aber macht während des Lesens neugieriger und neugieriger.

Ich vergebe

3,5/5  
(nach Verstand und Gefühl vergebene Punktzahl) 

Titel: Im Totengarten
Autor(in): Kate Rhodes
Verlag: Ullstein                                                               Preis: circa 10Euro

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