Warum ich Dreiecksbeziehungen meistens verabscheue

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Ja, die Dreiecksbeziehungen sind immer ein schwieriges Thema. Die einen haben keine Probleme mit ihnen, die anderen können sie auf den Tod nicht ausstehen. Zu letzter Sorte gehöre ich und in diesem Post möchte ich diesem Umstand auf den Grund gehen. Worin liegt meine Abneigung? Was ist passiert, dass ich die Lust an einem Buch verliere, sobald eine Dreiecksgeschichte auftaucht? ...
Und natürlich dürft ihr eure Meinung auch hier in einem Kommentar hinterlassen.



Ich weiß nicht, wann oder mit welchem Buch es begann, dass ich eine solche Abscheu gegenüber Dreiecksbeziehungen entwickelt habe; Das einzige, dessen ich mir sicher bin, ist, dass ich sie nicht sehen kann, weil sie meistens gar nicht zu der Geschichte passen, weil die Hauptprotagonisten ärgerliche Dinge tun, die mich wahnsinnig vor Wut werden lassen.

Ganz oft liegt es auch an dem (Zweit-)Protagonisten, dem männlichen Gegengegenpart, auch Zweitbesetzung. Dieser ist nämlich meistens kein wahrer Sympathierträger. Mir ist zumindest noch keiner begegnet.
Hier einige meiner verhassteten Zweitbesetzer der männlichen Rolle: Nathan aus der Amy-Reihe von Simone Elkeles (Ja, gut, ich habe den Roman abgebrochen, obwohl ich jedem Buch eine Chance lassen möchte, sich zu entwickeln, aber bitte: Was hatte Nathan Tolles an sich? Er nervte nur und zickte mit Amy um die Wette.) Chardo Peter aus der Gaia-Trilogie von Caragh O'Brien. (Ein absoluter Stimmungskiller. Er hat alle Atmosphäre zerstört, so unglaublich unsympathisch. Es gibt kein anderes Wort, welches ihn besser beschreibt.) Dann ist da noch die Evermore-Saga von Alyson Noël, die mich fürchterlich enttäuscht hat. Und nach der Hälfte des dritten Buches hatte ich, um es ganz hart auszudrücken, die Schnauze voll. Genau. Und warum? Na, zum Teil wegen Jude, der Zweitbesetzung, juhuuu! Mehr kann ich auch gar nicht dazu sagen, denn es ist schon Ewigkeiten her, dass ich die Romane gelesen habe. Aspen aus der Selection-Trilogie von Kiera Cass. Es war die erste Erstbesetzung, die für mich als Zweitbesetzung fungiert, die mich richtig abstößt. Glückwunsch, Aspen! Sonst 'hasse' ich eher die Zweitbesetzungen... (Und gebt es zu, wir wissen doch alle, dass America Maxon erwählen wird. Und wenn nicht: Dann nimmt sie Aspen, und Maxon verliebt sich glücklich in eine andere.)
...Ich könnte die Liste noch ellenlang fortführen, werde dies aber nicht tun, denn ich habe erst einmal genug, würde unabsichtliche Wutausbrüche hervorrufen.

Vielleicht habe ich auch ein solch starkes Unbehagen gegenüber Dreiecksbeziehungen, weil es immer mindestens ein gebrochenes Herz geben wird. Und in meiner Vorstellung von bedingungsloser Liebe, die in den Romanen höchstgelobt und dann schlicht durch eine Dreiecksbeziehung zerstört wird, zerfällt die Lust am Lesen, entwindet sich mir vollkommen. Beschimpft mich, nennt mich ignorant, aber ich ertrage es einfach nicht. Ich ertrage es nicht, wenn man sich einredet, den anderen zu lieben, wenn man ein ganzes Buch lang einer Person hinterherweint, nur um einen Ersatz zu finden, wenn der andere für kurze Zeit fort ist oder wenn es Schwierigkeiten gibt. Dies ist keine Liebe, dies ist ellenlanger, schonungsloser Verrat, Betrug.
Für mich ist Liebe, die man mit einer Person teilt oder unerwidert zu einer Person fühlt. Man kann keine zwei Menschen lieben, nicht in diesem Sinne, nicht gleich stark, nicht auf diese Weise. In meinen Augen gibt es keine zwei gleichzeitigen 'Lieben'. Schon allein, dass das Wort 'Liebe' nicht im Plural existiert, ist doch schon ein Hinweis.

Dreiecksbeziehungen verkomplizieren die Sache, können in Liebeskomödien (hier denke ich an Sophie Kinsellas Sag's nicht weiter, Liebling. In diesem Roman gab es eine Dreiecksbeziehung, aber nicht zu ausgereift, und die bald schon ein Ende fand, was dem Buch zugute kam) wirklich zum Schmunzeln bringen. Das bestreite ich nicht. Doch sind sie heikel, ein ärgerliches Hindernis, helfen in den seltensten Fällen der Spannung keineswegs - besonders, weil es die meiste Zeit offensichtlich ist, dass die Protagonistin sich für den Ersteren entscheidet. Daher ist all das Bangen, Zittern, Haareraufen umsonst.

Jetzt habe ich ein paar Punkte zusammen, sortiere sie noch einmal in meinen Gedanken, gehe sie durch, komme zu dem Schluss, dass es nicht verwunderlich ist, wie sehr ich mich vor solchen Romanen hüte, sie mit Argusaugen betrachte.


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