Von schlechten Übersetzungen und meinem Unverständnis...

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 In der heutigen Zeit stößt man auf viele englische Begriffe, die zu übersetzen die meisten keine Lust haben. Woran es auch liegt, immer mehr wird diese Fremdsprache zu der unsrigen. Es ist in Ordnung, dass Wörter, die nicht oder nur schwierig übersetzt werden können (teils durch ihre dann verloren gehende Bedeutung), übernommen werden. Doch sobald man einer Übersetzung fähig ist, sollte man diese auch benutzen. Und nicht dem Beispiel so vieler folgen, indem man es sich einfach macht, wie es im Falle von eines Jojo Moyes Buches ist. Den Titel kenne ich nicht, noch habe ich eines ihrer Werke gelesen, aber man berichtete mir von diesem 'Fehler', zeigte ihn mir (dies gilt meinerseits eindeutig als fehlerhafte Übersetzung): Anstatt das Wort Ordner zu benutzen, wurde das englische Wort dreist übernommen (folder).
                                                                     (Quelle)
 Wieso? 
So lautet die Frage.

Für mich steht fest: Pure Faulheit. Denn in diesem Satz (wohlgemerkt: Ich habe ihn gelesen) hört sich folder (zensiert; bitte markieren) total fucking beschissen an.
 Es ist eine verdammte, (zensiert, bitte markieren) verfickte, beschämende ...Verlierersache.

Besonders im Medium Buch sollte es doch möglich sein (müsste man meinen), dass perfektes Deutsch Vorrang hat. Aber nein, die Herren und Damen alias Übersetzer/innen finden natürlich, dass man sich anpassen muss, dass jetzt alles in, cool und (zensiert; ihr kennt das System) fucking gooooooood ist, wenn Denglisch benutzt wird.
Soll ich euch etwas verraten? Es ist grenzenloser Scheiß und solcher Blöööödsinn. Mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, wie sehr es mir unter die Haut geht, wie zornig, wie so vollkommen frustrated I am... 



                                                                       (Quelle)

Just because the world speaks English, it doesn't mean you have to lose your language... 

(I DON'T CARE* if it's wrong spelled or wrong said or whatever... I'm not english. I'm a german (and french) speaker...)  *Schön contradictoire, nicht wahr?

Im Barock gab es Sprachgesellschaften, die versucht haben, das Französisch im Deutschen auszumerzen. Was, wie wir sehen, ganz gut geklappt hat. Wir befinden uns im gleichen Falle: Die Weltsprache sickert durch alle anderen Spachen. Aber wirklich verunstalten tun wir es (um es schön wie in meiner Heimat auszudrücken) - wir sind die Schuldigen, denen nicht auffällt, dass wir dem kein Einhalt gebieten, ja, dass wir im alltäglichen Leben englische Wörter benutzen, aber wie ich oben erwähnt habe, sollte es nur einer Sache wegen geschehen: Wenn das Ergebnis, die Bedeutung, der Sinn eines Satzes verfälscht werden könnte.

Ich bestreite nicht, selbst ein Täter zu sein (Opfer ist einzig und allein das arme Deutsch). Oft entfährt mir ein fuck oder ein shit oder ein okay (Okay, das okay schon etwas öfters.)
Obwohl auch ich englische Wörter gebrauche, versuche ich sie auf ein Minimum zu reduzieren.
                                                                                (Quelle)

Diese Aneignung der englischen Sprache kommt vor allem durch Zeitungslektüre, Fernsehen, den Gebrauch von Smaaaartphones, den schlechten Übersetzungen in Büchern (!!)... Ein ewiger Teufelskreis.
                                                                    (Quelle)

Ich liebe Englisch, ich liebe Großbritannien, Irland (in Amerika war ich noch nicht), aber ist es nötig, sein Erbe zu verlieren? Denn ja, es ist unser Erbe, es ist unser Wesen, unsere Kultur. Und wenn diese verloren geht: Wer sind wir dann noch? Was zeichnet uns dann noch aus?
'Komm zurüüüück, Deutsch!'                              (Quelle)

 Einen ähnlichen Post habe ich bereits verfasst, in dem ich jedoch nicht näher auf dieses Thema eingegangen bin. Hier findet ihr ihn.


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