Rezension: Tahereh Mafi / Ich fürchte mich nicht

Reaktionen:  
Rezension:
ICH FÜRCHTE MICH NICHT
MARI, TAHEREH MAFI

(Quelle)



Buchzusammenfassung

 Juliette darf niemanden anfassen, denn ihre Haut kann Schmerzen verursachen und zum Tode führen. Sie wird gemieden, verachtet, als Monstrum angesehen, weggesperrt. Dann wird sie aus der Irrenanstalt entlassen und zu Warner gebracht, der sie für seine eigenen Zwecke verwenden möchte. Doch an ihrer Seite ist Adam, der sie beschützen möchte, ein Mann, in den sie sich verliebt, den sie jedoch nicht berühren darf.

Der Umschlag des Buches

Eine düstere Stadt mit heraufziehenden Wolken im Hintergrund, ein Mädchen, das willenlos in den Himmel schwebt, ... Das Grau des Umschlages verspricht eine düstere Zukunft, ein düsteres Leseereignis.

Obwohl die Farben perfekt aufeinander abgespielt sind, so fällt ein großer Makel dann doch auf: Die Füße des Mädchen scheinen nicht vorhanden.

Der Schreibstil

Ein wortgewaltiger Schreibstil, der durch durchgestrichene Sätze und Wörter Juliettes Verwirrung oder ungewollte Gedanken verdeutlicht. Dies ist zu Anfang des Buches stark vorhanden, zum Ende hin kommt dies immer weniger vor, da sich auch Juliettes Selbstbewusstsein und Wissen verstärkt.
Feinfühlig jongliert Tahereh Mafi mit Wörtern, poetisch und doch nicht kitschig.

Der Inhalt

Diese Dystopie weist auch viele fantastische Merkmale auf, was das Buch sehr ansprechend für mich machte.
Die Idee des ganzen Romans ist mittelmäßig. Bei vielen Szenen hatte ich bereits eine Vorahnung des weiteren Geschehen, die Wendungen konnten mich nicht sonderlich überraschen, dennoch hat mich das Buch von der ersten Seite an gepackt. Zu keiner Zeit wird es langweilig, immer passiert etwas.
Es bleiben viele offene Fragen übrig, die hoffentlich in den Folgebänden aufgedeckt werden.

Was mich auch gestört hat, war das Schmachten der Männer. Es schien, als ob Juliette von einem Tag auf den anderen von allen begehrt würde. Was für mich nicht ganz realistisch war.

*Möglicher Spoiler* Obwohl ich vor allem darauf gespannt war, wie Juliette damit umgehen würde, Adam nicht berühren zu dürfen, verflog der eigentliche Reiz, der mich zum Lesen animiert hat, nach wenigen Seiten schon. Dieses Dilemma ist schnell gelöst, hätte meinetwegen viel länger ausfallen können, hätte diesen Roman spannender werden lassen.

Die Charaktere

Außer Juliette ist kein Charakter mit besonderer Tiefe ausgestattet. 
Ihr Innenleben ist sehr anschaulich beschrieben, man fühlt mit ihr, kann sie verstehen. Ihre fehlende Kindheit bedauert man, dennoch spürt man die Stärke, die sie innehat, die Kraft der Hoffnung, die immer mehr wächst.

Adam als Geliebter von Juliette enttäuscht, da sein Charakter sehr blass geblieben ist, obwohl man von seiner Vergangenheit erfährt.

Ebenso kann ich nicht ganz verstehen, weswegen Warner so einen Narren an Juliette gefressen hat, die er absolut nicht, beziehungsweise kaum, kennt. Ebenso erfährt man kaum über den Hintergrund seiner Handlungen.

Zu den anderen Charakteren gibt es sehr wenig zu sagen, da kaum etwas über sie bekannt ist.

Fazit

Ein kurzes, unterhaltsames Buch, das eher als Einführung zu einer Reihe zu dienen scheint. Obschon meine Rezension sehr enttäuscht klingt, möchte ich betonen, dass es mir trotzdem sehr gut gefallen hat.

4/5
(nach Verstand und Gefühl vergebene Punktzahl)

Titel: Ich fürchte mich nicht
Autor(in). Tahereh Mafi
Verlag: Goldmann                                                   Preis: circa 17 Euro

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Ich würde mich über Kommentare jeglicher Art freuen! Denn sind es doch die Kommentare, die den Blog beleben...