Rezension: Orks vs. Zwerge / T.S. Orgel

Reaktionen:  
Rezension: 
ORKS VS. ZWERGE                 Band 1

ORGEL, T.S.

(Quelle)



Buchzusammenfassung

 Eine Zwergenstadt soll fallen und mit dieser Stadt auch das ganze Reich. Die Orks mobilisieren alle ihre Kräfte, um sich ihre alte Heimat zurückzuholen. Als die Zwergenstadt Derok angegriffen wird, senden die Herrscher der Stadt eine Gruppe aus, deren Mitglieder aus verschiedenen Gesellschaftsschichten entstammen. Sie sollen die Stadt durchqueren und eine äußerst wichtige Kiste in Sicherheit vor den Orks bringen. Auf dieser Mission kreuzen sie einer Doppelfaust Orks, die nicht nur den Krieg im Sinn hat, sondern noch eine andere Aufgabe zugeteilt bekommen hat. Scheitern sie oder gelingt ihnen das Erfüllen ihrer Aufgaben?




Der Buchumschlag

Das Cover stellt den Kampf zwischen den beiden Parteien sehr gut dar. Die beiden gekreuzten Waffen künden von dem Hass aufeinander, im Hintergrund ist die brennende Stadt zu entdecken. Ein Buchumschlag, der wie das Buch nicht vor der Brutalität zurückschreckt (das Blut auf den Waffen).


Der Schreibstil

Es ist ein angenehm zu lesender Schreibstil, weder zu schwierig noch zu einfach und mit sehr viel Tempo. Manchmal neigen die Autoren dazu, etwas zu viele Schimpfwörter zu benutzen, die fehl am Platze wirken. Zu manchen Personen passt er, doch oft ist es ein wenig übertrieben.


Der Inhalt

Man hat die Sichtweise der Orks, aber auch der Zwerge. Man ist also im gleichen Moment Angreifer wie Verteidiger. Die philosophische Überlegung, die dadurch erzwungen wird, ist sehr gut umgesetzt. Der Zwiespalt, der dem Leser geboten wird, führt dazu, dass das Buch nicht vollkommen blutrünstig ist, sondern etwas Gedankenvolles  bietet.

Die Handlung wird meistens durch Kampfszenen bestimmt. Diese sind sehr detailreich geschrieben, die Autoren haben sich richtig ausgetobt.
Dennoch gibt es wenig andere Spannungsmomente, die das Buch etwas vorantreiben. An manchen Stellen war es mir einfach zu viel Kampf, der Leser gewöhnt sich an diesen Ablauf, sodass die Spannung nachlässt.
Auch die Idee geht durch die vielen Kampfszenen ein wenig unter. Das Philosophische wird stark eingegrenzt.

Die verschiedenen Bezeichnungen, die die Orks und Zwerge für ihre bestimmten Riten und ihren Glauben benutzen, heben den Einfallswert der Geschichte.


Die Charaktere

Die Fülle an Charakteren kann noch einmal mit der Fülle von Charakterzügen aufwarten. Nicht jeder ist böse, es gibt kein Schwarz oder Weiß. Der Leser sympathisiert mit den Orks und mit den Zwergen, da keine der beiden Seiten nur gewalttätig und ohne Reue ist. Zum Beispiel wird das Klischee der "guten" Zwerge ein wenig aufgerüttelt, man erfährt viel Negatives über sie (sie sind habgierig, beharren auf ihren Stand in der Gesellschaft etc.). 


Der witzigste Satz

 "Bring's hinter dich, bevor mir die Ohren von deinem Geschwätz bluten", presste er hervor.

 S. 503, Zeile 7-8;
Orks vs. Zwerge;
T.S. Orgel;
Heyne Verlag.
Hier der Link zur Verlagsseite.

 Fazit

Personen, die gewalttätige Geschichten (durchsetzt mit ein paar Denkanstößen) mögen, empfehle ich dieses Buch.

3/5
(mit Verstand vergebene Punktzahl)

Titel: Orks vs. Zwerge
Autor(in): T.S. Orgel
Verlag: Heyne Verlag                         Preis: circa 13Euro 

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Ich würde mich über Kommentare jeglicher Art freuen! Denn sind es doch die Kommentare, die den Blog beleben...