Interview mit der "Dem Horizont so nah"-Autorin Jessica Koch

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Aus welchem Grund haben Sie den Entschluss gefasst, Ihre Geschichte zu schreiben? 
Das war reiner Zufall. Ohne groß nachzudenken, erzählte ich meinem Mann eines Tages beiläufig, dass ich früher einmal ein Buch geschrieben und ein Vertragsangebot dafür erhalten hatte. Er hakte nach. Aus einer kurzen Erzählung über Danny wurde ein wochenlanger Bericht. Natürlich spürte mein Mann, dass einiges aus dieser Zeit nicht verarbeitet war, und riet mir, die Geschichte (erneut) zu Papier zu bringen. Von dem Moment an widmete ich jede freie Minute dem Schreiben. Wochenlang bin ich mit Papier und Bleistift wirr durch die Gegend gerannt, gefangen in einer vollkommen anderen Zeit. Aus meinen Notizen entstand ein hochemotionaler Roman. Aus reiner Neugier sendete ich das Manuskript an fünf Literaturagenturen. Innerhalb weniger Wochen erhielt ich vier Zusagen. Nach einem ausgiebigen Gespräch mit einem Verlag stimmte ich schließlich einer Veröffentlichung zu und es entstand das Buch „Dem Horizont so nah“.




Beruht die Geschichte auf wahren Begebenheiten?

Ja, es ist eine wahre Geschichte.




Wie fühlte es sich an, diesen Roman zu schreiben? 
Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Es war für mich wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Allesdings musste ich das Buch im Zuge der Überarbeitung und des Lektorates fünfmal lesen und ich habe jedesmal Rotz und Wasser geheult an bestimmten Stellen.




Bereuen Sie manchmal Ihre Entscheidung, dies auf Papier gebracht zu haben ? Immer griffbereit? Immer präsent?
 Ich bereue es tatsächlich manchmal. Nicht, weil ich immer präsent sein muss. Das sehe ich nur als vorrübergehende Phase. Das Danny-Fieber wird vorrübergehen.
Viel schlimmer finde ich die Tatsache, dass die Leute Dannys Verlust so fühlen, als hätten sie selbst einen geliebten Menschen verloren.




Berührt es Sie, dass die Leute so beschäftigt von Ihrem Roman sind?

Mehr als das. Es ist regelrecht beängstigend! Es gab Tage, da hätte ich die Veröffentlichung gerne zurückgezogen, weil die Leute so sehr um einen Verlust trauern, den sie nie erlitten haben!




Warum haben Sie sich dazu entschieden, Fortsetzungen zu Danny zu schreiben?

Das zweite Buch, über Dannys Kindheit, dem Abgrund so nah, hatte ich schon geschrieben, noch bevor ich wusste, dass „Dem Horizont so nah“ so erfolgreich wird. Danny wollte immer mit seiner Vergangenheit andern helfen und etwas verbessern in der Welt, also hab ich seine Geschichte zu Papier gebracht.
Das dritte Buch, Dem Ozean so nah, entstand auf Wunsch von den Lesern. Sie wollten so gerne mehr über Danny und Tina erfahren und ihre offenen Fragen beantwortet haben.





Worum geht es in den Fortsetzungen? 
Dem Abgrund so nah erzählt von Dannys schwerer Kindheit im Alter von 10 – 15 Jahren. In dem Ozean so nah wird über die Freundschaft zwischen Danny und Tina erzählt, weil die Leser gerne wissen wollten, warum die beiden sich so nahe standen und wie das zustande kam.




Werden Sie danach noch andere Geschichten veröffentlichen? Wenn ja: was für eine Sorte Geschichte? Wieder eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten basiert?

Ich habe in 1,5 Jahren drei Bücher geschrieben und zwar ausschließlich nachts, zu meinem Vollzeitjob als Mutter. Wenn meine Trilogie auf dem Markt ist brauche ich erstmal Ruhe und viiieel Schlaf. Weiter Bücher sind nicht in Planung. 

Ich danke Ihnen ganz herzlich für das Interview!

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