Rezension: Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben / Joelle Charbonneau

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DIE AUSLESE NICHTS VERGESSEN UND NIE VERGEBEN            Band 2
CHARBONNEAU, JOELLE


(Quelle)


Buchzusammenfassung

 Nachdem Cia die Auslese überlebt hat, gilt es den Kampf gegen die Universitätsprüfungen zu gewinnen. Sie hat all ihre Erinnerungen von der Auslese verloren, doch nach und nach werden ihre Befürchtungen, dass nicht alles mit rechten Dingen an der Universität vorgeht, wahr. Ihre Sympathien für die Rebellen werden geweckt und sie versucht ihnen zu helfen.
 Kann sie dem Druck der Uni standhalten und dabei für das Gute arbeiten?




Der Buchumschlag 

Wie beim ersten Band ziert auch wieder ein Mädchen das Cover. Ein typisches Dsytopie-Cover, das einige interessante Details aufweist.

Der Schreibstil

Mit ihrem Schreibstil schafft es Joelle, atemlose Spannung und nervöses Magenflattern zu erzeugen. Bildlich und sehr klug, neugierig machend und kein zu ausgefallener Vokabular.

Der Inhalt

Man folgt Cia während ihres Unilebens, doch am Anfang stehen die Einweihungsprüfungen, die, ähnlich wie die Auslese, darauf abzielen, die Besten der Besten auszusortieren. Dabei lässt sich die Autorin viele verschiedene Dinge einfallen, die zur Spannung führen. Obwohl es eine Parallele zu "Tribute von Panem" gibt (der alleinige Kampf ums Überleben), kann man dies jedoch nicht auf die ganze Geschichte ausweiten, dafür beweist die Autorin zu viel eigenes Ideenpotenzial.

Der Roman ist etwas weniger brutal als der erste, dennoch bleibt einem manchmal die Luft weg ob der Grausamkeit.

Es geht Schlag auf Schlag. Nicht viel geschieht und dennoch sind die Seiten mit Aktion gefüllt, dass der Leser sich nicht schnell langweilt.

Die Philosophie treibt den Leser auch dazu, über Ungerechtigkeit und Selektion nachzudenken. Besonders diese Nachdenklichkeit hat mir sehr gut gefallen.

Die Charaktere

Cia ist sehr intelligent, dies kommt vor allem im zweiten Band zum Vorschein. Obwohl sie so klug ist, macht es sie nicht weniger menschlich oder sympathisch. Dass sie das System durchschaut und trotzdem nicht alles weiß, ist eine faszinierende Mischung. Cia trifft Entscheidungen, bei denen ich nicht immer mit ihr einer Meinung war, dennoch ist sie mir nie sauer aufgestoßen, da ihre diplomatische Art viel Reife zeigt. Ihre Vorsicht und Bedachtheit gefiel mir außerordentlich.

Andere Charaktere können mit ihrer Vielfältigkeit aufwarten. So gibt es welche, bei denen man nicht weiß, was man von ihnen halten soll, bei anderen dagegen fühlt man Abscheu oder Vertrauen. 


Fazit 

Eine spannende Dystopie, deren Philosophie den Charme des Buches ausmacht!

5/5
(nach Gefühl vergebene Punktzahl)

Titel: Die Auslese Nichts vergessen und nie vergeben
Autor(in): Joelle Charbonneau
Verlag: blanvalet Verlag                                              Preis: (Taschenbuch) circa 10Euro 

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